Über den Filmemacher

Versuch der Rheinischen Post den Filmemacher zu beschreiben

Liebeserklärungen an Wesel auf Youtube

Bild vom langen Heinrich

Mit seiner Canon-HD-Kamera fängt Winnie Rüth ungewöhnliche Bilder ein. Hier beispielsweise der „Lange Heinrich“ von unten. FOTO: Ekkehart Malz

Wesel. Auf der Lackhausen-Homepage von Studiendirektor Winnie Rüth finden sich zahlreiche Videos, die die Schönheiten der Kreisstadt zeigen. Rüths neuestes Projekt ist ein Quiz zum Thema „Spaziergang zwischen Bahnhof und Dom“. Von Klaus Nikolei

Studiendirektor Winnie Rüth (59) stammt aus dem sauerländischen Mellen bei Balve und hat in Aachen studiert, bevor er als junger Studienrat vor mehr als 30 Jahren ans Feldmarker Berufskolleg kam und mit seiner Frau in Lackhausen ein altes Haus kaufte. Er weiß also, wie im klassischen Sinne schöne Städte aussehen. Doch im Laufe der Jahre ist ihm seine niederrheinische Wahlheimat, die auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so reizvoll erscheint, ans Herz gewachsen. Und zwar so sehr, dass das Lehrer für Geschichte und Politik der Kreisstadt mehrere filmische Liebeserklärungen gewidmet hat, die im Internet unter anderem auf Youtube zu bewundern sind und inzwischen bereits insgesamt mehr als 50 000 Mal aufgerufen worden sind.

Allein sein Werk „Wesel, die Wohlfühlstadt“, in dem die besonders schönen Seiten seiner neuen Heimat zu sehen sind und in dem er zahlreiche Weseler und Weselaner aus allen Altersgruppen in Interviews zu Wort kommen lässt, hat seit 2011 mehr als 6500 Klicks.

„Es ist unglaublich, wie viel positive Resonanz ich auf diesen und viele meiner anderen Filme, die auf meiner Homepage und bei Youtube zu sehen sind, bekommen habe“, sagt der Vater von drei Kindern. Unter den rund 1000 Kommentaren und Mails sei keine einzige kritische Stimme. Besonders freut er sich über positive Bewertungen von Studenten beziehungsweise Auswanderern, die beim Anblick der Filme Heimatgefühle und manchmal auch feuchte Augen bekommen.

Knapp 100 Videos hat Winnie Rüth in den letzten Jahren mit seiner Canon-HD-Kamera gedreht. Einige sind kaum länger als eine Minute und 30 Sekunden, andere fast eine halbe Stunde lang. Die stets sachlich informativen Texte lässt der Pädagoge meist von jungen Leuten sprechen. In einigen Beiträgen ist er auch selbst zu hören. Beispielsweise in der Reihe Niederrheindörfer, in der er bereits Bislich, Perrich, Büderich und Orsoy vorgestellt hat. Götterswickerhamm soll folgen.

Bis ein neuer Film fertig ist, dauert es schon einige Zeit. „Zwei bis drei Tage drehe ich, dann suche ich die passende Unterlegmusik aus, die frei von Gema-Gebühren sein muss, und schneide anschließend den Film.“ Einige Wochen gehen da schon ins Land. Sein neuestes Projekt ist ein Quiz unter dem Motto „Ein Spaziergang vom Bahnhof bis zum Dom“. Wer die Internetadresse www.wesel-lackhausen.de eintippt, wird ab morgen, 8 Uhr, die 32 Quizfragen und jeweils ein dazu passendes Foto finden. Die ersten fünf Quizteilnehmer, die mindestens 30 Fragen bis Ende März richtig beantworten, nehmen an einer Verlosungsaktion von Winnie Rüth teil. Die Gewinner werden von ihm benachrichtigt.

Auf die Frage, welchen Filme Winnie Rüth besonders gerne sieht, beginnen seine Augen zu leuchten. „Winnetou 1, 2 und 3“, schwärmt er. „Die habe ich zu Weihnachten auf DVD bekommen.“

Rheinische Post 28.03.2014

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